Lassen Sie sich von Ihrem Schaden nichts abknabbern.

Sie, die Versicherungen der Unfallgegner, nennen es wohlklingend „Rundum Sorglos Paket“ und bieten den Unfallgeschädigten gerne an, die vollständige Abwicklung des Schadens für den Geschädigten zu übernehmen.

Es wird unter anderem angeboten das beschädigte Fahrzeug durch eine Partnerwerkstatt der Versicherung reparieren zu lassen. Hierzu wird gerne „großzügig“ ein kostenfreier Hol- und Bringservice sowie eine kostenlose Aussen- und Innenreinigung des Fahrzeuges in Aussicht gestellt. Weiterhin wird gerne angeboten, Ihr Fahrzeug vor Reparatur in der Partnerwerkstatt der gegnerischen Versicherung von einem Versicherungssachverständigen bzw. einem von der Versicherung beauftragten Sachverständigen begutachten zu lassen.

Doch was steckt tatsächlich dahinter? Im ersten  Moment erscheint dieses Angebot sehr verlockend. Man braucht sich ja zunächst anscheinend um nichts zu kümmern. Bei näherer Betrachtung erschließt es sich eigentlich von selbst, dass die Aufgabe der Versicherung des Unfallgegners als wirtschaftlich agierendes Unternehmen in erster Linie nicht darin besteht, den Unfallgeschädigten –  also quasi Sie – rundum glücklich und zufrieden zu machen, sondern vielmehr Kosten zu sparen. Dies wird im Rahmen von ausgeklügelten Schadenmanagement-systemen eben unter dem Deckmantel von sogenannten Sorglos-Paketen getan, indem die gegnerische Versicherung versucht, das Vertrauen des Geschädigten zu erhaschen um dann ein leichtes „Spiel“ mit diesem zu haben.

Unsere jahrzehntelange Erfahrung zeigt, dass hier oftmals die Geschädigten z. B. keine merkantile Wertminderung oder einen zu geringen Betrag erhalten haben und keine ordentliche Beweissicherung über den Schaden existiert.  Weiterhin kommt es auch vor, dass bei einigen Versicherungen die Schäden durch den Sachverständigen der Versicherungsbranche oftmals regelrecht „klein geschrieben“ werden oder – falls dies im Sinne der regulierungspflichtigen Versicherung ist – viel zu großzügig zum Totalschaden „geschrieben“ werden, damit dann der Schadenersatzbetrag niedriger ausfällt. All dies hat wenig mit ordentlicher Schadenregulierung zu tun, sondern dient letztlich nur dazu, der regulierungspflichtigen Versicherung Kosten zu ersparen und dies auf Kosten des Geschädigten (und das sind dann ggfs. Sie).

Unser Rat: Überlassen Sie nicht die Bewertung IHRES Schadens der Versicherung des Unfallgegners.

Grundsätzlich gilt im Haftpflichtschadenfall, also wenn Sie den Unfall nicht schuld waren, dass SIE Herr des Geschehens bleiben und entscheiden,

  • – welcher Sachverständige Ihr Fahrzeug besichtigt und das Gutachten erstellt.
  • – ob repariert wird oder nach Gutachten abgerechnet wird (sogenannte fiktive Abrechnung).
  • – wenn repariert wird, welche Werkstatt die Reparatur für Sie durchführt. Das Können Sie frei wählen.
  • – ob Sie einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht mit der Regulierung Ihres Schadens beauftragen.

Die anfallenden Kosten für den Sachverständigen, den Rechtsanwalt, die Werkstatt, den Mietwagen etc. muss die Versicherung des Unfallgegners tragen.

Nach unserer aktuellen Gesetzgebung und Rechtsprechung muss der Unfallgegner bzw. dessen eintrittspflichtige Versicherung den Geschädigten so stellen, dass KEIN Schaden verbleibt und sämtliche Sach- und Personenschäden vollständig ermittelt werden. Im Zeitalter von Schadenmanagement und „Rundum Sorglos Paketen“ einiger Versicherer ist der Geschädigte gut beraten sich selbst um die Auswahl des Sachverständigen, der Reparaturwerkstatt sowie seines Rechtsanwalts zu kümmern.

Auch wenn Sie den Unfall nicht selber Schuld waren sind Sie dennoch selbst dafür verantwortlich, dass der entstandene Schaden richtig und vollständig erfasst und dokumentiert wird. Denn dies ist die Grundlage damit Sie Ihren Schaden vollständig ersetzt bekommen. Hierzu stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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